Konzert: Wolf Mountains / Nuage & Das Bassorchester / Yacht Communism

Milla Club x Kafe Kult präsentieren: 
Wolf Mountains / Nuage & Das Bassorchester / Yacht Communism

Wolf Mountains

Aus dem tiefsten Untergrund von Stuttgart (aka ‚ das neue Seattle‘) kommen Wolf Mountains. Die drei Slacker Reinhold Emerson, Kevin Kuhn und Thomas Zehnle zelebrieren seit 2013 einen schroffen, waberigen Sound zwischen Garage Rock, Lo-Fi Punk und Psychedelia, wie manche ihn vielleicht nur von obskuren Compilations vergangener Jahrzehnte kennen, wenn überhaupt. Nach „Birthday Songs For Paul“ (ursprünglich 2014 auf Kassette erschienen, später dann auch als Schallplatte) erscheint am 29. September nun das zweite Album „Superheavvy“ via This Charming Man Records. Noch viel konsequenter als bei dem Erstling dringt unter der lärmigen Fassade von „Superheavvy“ die starke Affinität zu catchy Pop-Hooks durch. Der Aggressivität und wirren Verspieltheit kommen immer wieder schnulzige Melodien entgegen. Unbeschwerte Attitüde kreuzt sich mit Düsternis und süßlicher Melancholie, dem Gefühl des letzten Wochenendes der allerletzten Sommerferien. Das Ablegen der Unschuld und Unbedarftheit. Ein „Coming-Of-Age“ Soundtrack. Es gibt Querverweise auf 60er-Jahre Beatgruppen, 80s College Rock und 90er Jahre Slacker-Pop hier und da, aber wer mag sich schon an Genren festhalten. Ob das jetzt Garage Rock ist oder einfach nur ‚ziemlich coole Popmusik‘ soll jemand anderes entscheiden. Übrigens mit Members von Die Nerven, Karies, Mosquito Ego, All Diese Gewalt und Levin Goes Lightly.

„Die Band überbrückt musikhistorisch mehr als ein halbes Jahrhundert. Surf und Garage werden aufgerufen, dazu Slap-Delay-No-Wave à la Suicide. An manchen Stellen meint man, The Velvet Underground herauszuhören, dann wiederum die Verschmelzung von Indie und Folk, wie sie 1990er hervorbrachten. Reinhold Buhrs flehender und sich selbst in boyischer Ungeübtheit übertreffender Gesang ist schlicht mitreißend und wird durch die dröhnenden Saiteninstrumente und das dynamische Spiel (Kevin) Kuhns konterkariert.“ (Lars Fleischmann, Intro)

Nuage & Das Bassorchester

Nuage & Das Bassorchester kommen aus Bergkamen am Rande des Ruhrgebiets. Entstanden ist die Band 2014, nachdem man sich aus Kleinstadt-Langweile in einem Keller einschloss und mit einer handvoll Songs wieder rauskam, die so klingen, wie der Keller aussah. Ein paar davon hat wurden schnell selber aufgenommen und ins Internet gestellt. Die übrigen hat Pogo McCartney von der Gruppe Messer aufgenommen, Christian Bethge vom Rama Tonstudio in Mannheim hat sie gemischt. Im Juni 2016 wurden die Songs auf 200 Platten gepresst und als Album „Ästhetisch. Sympathisch. Kaputt.“ veröffentlicht. Im Internet findet man dazu: „Nuage & Das Bassorchester mischen Wut und Melancholie, schaffen eine Stimmung, die teilweise bedrückend und teilweise explosiv ist. Manchmal rutscht man auf diesen bebenden Basslines, manchmal lässt die Gitarre träumen. Immer fühlt man die Unebenheit, die Leidenschaft und diese Worte, die die Konturen scharfer, die Wunden tiefer machen.“ (Barbara Cunietti für PrettyInNoise) Das Trio spielte in der letzten Zeit viele Konzerte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Unter anderem zusammen mit Bands wie Drangsal, Messer, Karies, Friends Of Gas, Gewalt und Ton Steine Scherben. Ein zweites Album wurde in den letzten Tagen 2017 aufgenommen und erscheint demnächst.

Yacht Communism

Yacht Communism sind ein Berliner Quartett um Svffer-Frontfrau Leonie, dazu Ex- und immernoch-Mitglieder von Henry Fonda, Dropout Patrol und Trompetenvogel Trondheim, die seit knapp nem Jahr existieren. Ihr Sound kombiniert düsteren Post-Punk, angelehnt an Bands wie Unwound, Esben & The Witch, oder auch der psychedelischen Sonic Youth-Seite mit Dub- und Psych-Einflüssen, meist dominiert von dicken Basslines, und dem prägnant-schwebendem Gesang.

***präsentiert von: curt Media GmbH, Mucbook

29.03.2018 //  Einlass: 19:30 Uhr // Beginn: 20:30 Uhr

VVK: 10,00€ zzgl. Gebühren // Abendkasse: 13,00€

Karten hier!