Konzert: Die Kerzen / whoiswelanski

Die Kerzen

Die Kerzen – True Love

Die Kerzen sind die neue Pop-Sensation aus deutschen Landen. Genauer gesagt, aus Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Nun, Pop ist ein weites Feld, daher lohnt die Präzisierung: Der Popentwurf der Kerzen kreist mindestens um die Pole Dream-Pop, Blue Eyed Soul und New Romantic. Alles Styles und Gattungen, die dank General Midi, MTV, VHS, Fanzines und Modezeitschiften bereits in den Achtziger Jahren populär wurden.

Die Kerzen – namentlich Fizzy Blizz, Die Katze, Jelly Del Monaco und Super Luci – haben das goldene Popjahrzehnt aus Gründen später Geburt nicht miterlebt. Sie kennen die besagten Styles aus Second-Hand-Läden und dem Internet.

Doch Die Kerzen sind beherzte Spürnasen und versierte Pop-Autodidakten. Sie kennen Bananarama eben nicht nur als Stock, Aitken & Waterman-Produkt, sondern bereits als Background-Sängerinnen aus Terry Halls Fun Boy Three. Sie haben die Popgeschichte von der Jukebox bis in die Cloud in sich aufgesogen in der Mecklenburgischen Diaspora, in der es über viele Jahre außer Kneipenabstürzen in Peters Pub und Filmen mit Al Pacino keine nennenswerten kulturellen Alternativen gab: Hits schreiben statt Abfrusten!

 

***präsentiert von Fancy Footwork, Kulturnews, spex.de, musikblog.de, byteFM, Radio M94,5

 

27.01.2020 // Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00
VVK: 15,00 € zzgl. Geb. // AK: 18,00 €

Karten – HIER!

 

Support: whoiswelanski

“Ganz frisch und vielleicht sogar wundervoll blauäugig haben zwei junge Musik-Brains aus dem deutschen Süden beschlossen ein Projekt zu eröffnen: whoiswelanski. Offenbar eine Frage. Dennoch scheinen sie nicht unbedingt die Antwort suchen oder gar verraten zu wollen. Spannung garantiert. Losgelöst von jeglicher Struktur klingen die Songs eher durcheinander gewürfelt – dennoch aber stimmig in ihrer Gesamtheit. Man will hier auf gar keinen Fall in einem Schema festhängen. Der starke Sinn für Ästhetik lässt den Harmoniefluss in so bedrückend schöne Höhepunkte gipfeln – wie man sie beispielsweise von MGMT oder Tame Impala kennt – um dann wieder in verspielter Rhythmus-Ekstase zu zerbrechen. Vorahnung nicht möglich. Dadurch entsteht wahnsinnig intensiver Elektro-Pop, der rhythmisch und melodisch so ausgefuchst um die Ecke grinst, dass man meinen könnte, man habe mit Bon Iver den Schlafsaal im Songwriting-Camp geteilt. Letzteres ist womöglich ein wenig unwahrscheinlich, aber fest steht: whoiswelanski wissen was sie tun.” (Ferdinand Walter)