Konzert: Heim

HEIM – Eine Liebeserklärung unter Zuhilfenahme von akustischen Reizen und Rotwein
„Gnnrrrzzzz… Peng… Fiiiiep…. Rrrrums… Bzzzzz….“, sagen die Songs von HEIM zu mir – und lächeln mich schelmisch an. Das tun sie irgendwie immer: Lächeln. Mal freudvoll und von Herzen, mal verkniffen und gequält. Aber es ist immerzu eine kämpferischpositive „Mimik“, die man in diesen Liedern ausmachen kann. Zumindest ist das meine feste Überzeugung – oder besser: Das, was ich empfinde, wenn ich mir diese Band anhöre.

Er schickte mir sofort nach Beendigung der Aufnahmen einen Link mit den Worten „Hör Dir das mal an. Du wirst es lieben – so wie ich.“ Und das tat ich. Kurz darauf durfte ich ein weiteres mal beim Glitterhouse-Feel-Good-Festival „Orange Blossom Special“ auftreten – und natürlich waren in diesem Jahr auch HEIM im Line-up zu finden. Denn Rembert Stiewe, der Oberspitzbube hinter all den schönen Klängen und den guten Gefühlen auf diesem Festival, weiß eben auch, was gut ist und wer gut zu ihm und seiner Ausnahmeveranstaltung passt. Schöner und prägnanter als er kann man das Schaffen dieser Band gar nicht in Worte fassen. Ich so: „HEIM?“ – und er so: „Geil!“. Nuff said. Beinahe zumindest. Denn um den informellen Charakter dieser Zeilen für Menschen, die HEIM noch nicht kennen, nicht gänzlich außer Acht zu lassen, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass auch ich spontan natürlich an DINOSAUR JR und artverwandten, trotzig-schönen und vor Effekten und Mut zum lärmenden Ausbruch nur so berstenden Gitarren-Indierock erinnert war. Und doch: Da war von Anfang an mehr. Vielleicht sind es die resigniert bis wütend vorgetragenen, deutschsprachigen Texte, die einen obendrein noch auf eine andere Art und Weise für sich einnehmen, wenn man selbst in dieser Sprache spricht und textet. Oder es ist schlicht das Zusammenspiel dieser drei Sympathen als  Menschen und ihrer Musik selbst; also dass man, wenn man so wie ich das Glück hatte, einmal drei bis 100 Biere mit den Jungs zu trinken und sich über Schönes oder auch Tragisches aus ihren Leben abseits der Bühne zu unterhalten, nicht umhin kommt zu spüren, wie echt all das ist, was man da in Sound kanalisiert auf der Bühne – oder auf den mittlerweile zwei exorbitant guten Platten der Band – zu hören bekommt.
HEIM ist echt. Eigenwillig. Brachial. Betörend. Und wer außer mir kann das sonst schon von sich behaupten?
Na also!

28.05.2019 // Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00

VVK: 13€ zzgl. Geb. / AK: 16€

Tickets – HIER!