Konzert: Vienna Vienna: Culk & Chili and the Whalekillers

CHILI AND THE WHALEKILLERS

​​Chili and the Whalekillers were formed by Àrni Hjörleifsson, Baldur Hjörleifsson and Hjörtur Hjörleifsson, Clemens Csar and Chili Tomasson in 2009, in Salzburg. In 2011, Clemens and Baldur left the band moving to Australia and Iceland and were replaced by David Bitschnau and Michael Szedenik. Shortly after the successful release of their Debut-Album “The Tragic Tale of Julie and the Crying Clown” and contribution of a musical-reading to the Biennale Salzburg with Marko Dinic in 2011, the band moved to Vienna. They continued playing various concerts all across Austria and Iceland. Their second album, a concept album on the so-called financial crisis, “The Banker on the Run” was released in April 2012, receiving extraordinary good critics and reviews.

In 2013, Chili and the Whalekillers released their third album “Turn”. The second single and title-track “TURN” reached number three in the national Icelandic Charts. Following that success, Chili and the Whalekillers began to work on their fourth album “a dot in the sky”, won the European Youth Forum emerging Band Contest, which was accompanied by an invitation to play in Strasbourg (F) and began to tour more and more. The release of “a dot in the sky” in April 2015, was followed by the band’s first UK-Tour. This tour also contained their first performances on international Showcase-Festivals such as the Liverpool-Sound-City and the Great-Escape in Brighton. In October that year, they played another tour through Iceland and performed two shows at the Iceland Airwaves Festival.

In 2016, Chili and the Whalekillers were signed by the German Label Velocity-Records and released their fifth Studio Album “Words on Tuesdays”. During this time Lisa Strohriegl joined the Band as a temporary substitute for Michael Szedenik. But when Michael returned later that year Lisa stayed in the Band – expanding the instrumental range of Chili and the Whalekillers. In 2017, Jakon Willner and Jakob Weinhäupl joined the Band due to the departure of Àrni and Hjörtur Hjörleifsson. In Autumn 2017, Chili and the Whalekillers began to work on their sixth studio album trying to explore new ways of Avantgarde-Pop…

CULK

Über Machverhältnisse, Beziehungen und das kleine Unausgesprochene, zwischen Zeitlosigkeit und Zeitgeist: Die Band CULK veröffentlicht ihr selbstbetiteltes Debütalbum.
Die junge Wiener Formation überrascht mit unerwartet schönen Spannungsmomenten und Melodiebrüchen – hin- und hergerissen zwischen meditativer Trance, aufgewühltem Sein und purer Ekstase. Verzerrte, kantige Gitarren, Rhythmuswiederholungen aus dem Hause Psychedelic Rock, 60er Jahre Nonchalance à la Velvet Underground treffen Spuren von Shoegaze und Post-Punk. Das Resultat: von einer kalten Decke eingewickelt zu werden – wohlig und trotzdem unbequem, einladend und trotzdem herausfordernd, zugänglich und trotzdem komplex. Ein ausgeklügeltes Album zum immer wieder Hören. Sieben Lieder finden sich auf „Culk”, Lieder mit ausdrucksvollen Namen wie „Begierde/Scham”, „Faust”, „Salvation” oder „Velvet Morning”. Das große Potenzial der vier Anfang-20-jährigen lässt sich durch den sanften Schauer beschreiben, der beim Durchhören hinterlassen wird.

Ein besonderer Zauber ist dem prägnanten Gesang der Multi-Instrumentalistin Sophie Löw geschuldet. Ihre erhabene Stimme berührt, berauscht und fasziniert gleichermaßen. Eine Stimme, die Tiefe und Raum gibt, die trotz der musikalischen Lautstärke ruhig und zerbrechlich bleibt. Der beeindruckenden Gesangsdarbietung wird durch die direkten, oft kämpferischen Texte eine dringliche Note verpasst. Die oft ungreifbaren Emotionen, die in der Luft liegen, mit denen beschäftigen sich die vier Musiker_Innen. Aggression, passive Gewalt, die Gefühlsbredouille, in der man oft steckt. Aber das ist kein Album voller Selbstmitleid: Durchdacht beschäftigen sich CULK mit Opfer- und Täterrollen, mit den Komplexitäten des Lebens, mit der Grenze zwischen Wohlbefinden und Unwohlsein.

Zwischen den Walls of Sound, den lauten Gitarren und Klangwolken findet sich als Besonderheit der Band der bewusste Mix von englischsprachigen und deutschsprachigen Lyrics. Sprachliche Werkzeuge, die ganz bewusst so verwendet werden, mal konkreter und kälter, dann wieder runder und melodiöser. Ein stimmliches Ankämpfen gegen die Instrumente, das aber niemals gezwungen und bemüht klingt, sondern immer souverän und in Kontrolle bleibt. CULK kanalisieren das Aufeinanderprallen von Kontrasten absichtlich in ihrer Musik. Mit ihrem Album eröffnen sie musikalisch eine mysteriöse Welt mit einem Sound der hallt und spukt. Die surrenden und effektverzerrten Gitarren verbreiten eine dystopische Grundstimmung.

Mit dem vorliegenden Werk zeigen CULK eindrucksvoll warum sie als derzeit spannendster Newcomer- Act der Stadt gehandelt werden. Die Videos zu den Songs „Begierde/Scham“ und „Faust“ unterstreichen den unnahbaren aber doch verletzlichen Charakter noch, mit dem sich CULK von gegenwärtigen Indie-Acts deutlich abhebt.

Produziert wurde das Debut „CULK” von Jakob Herber (Flut). Von den inhaltlichen Themen bis zur visuellen Ausgestaltung: „CULK” ist ein in sich geschlossenes Werk, das sich selbst ernst nimmt. Zwischen düsteren Emotionen und versöhnlichen Momenten, nicht anbiedernd, kein falsches Happy End versprechend, sondern herausfordernd und mitreißend.

CULK, das sind Sophie Löw (Vocals, Gitarre, Synth), Johannes Blindhofer (Gitarre), Benjamin Steiger (Bass, Gitarre) und Christoph Kuhn (Drums).

04.05.2019 // Einlass: 19:00 // Beginn: 20:00

 VVK: 14,00 € // AK: 17,00 €

Tickets – hier!